Falafel [sic!]

Wer behauptet, sie nicht zu lieben, lügt. Falafel sind der Hammer und glücklicherweise leichter selber herzustellen, als die meisten Menschen denken ! Dass Falafel-Fertigmischungen nix sind, ist hoffentlich schon allen aufgefallen und Falafel, die man auswärts isst, sind auch nix, wenn sie nicht hausgemacht sind. Deshalb hier ein schön einfaches Falafel-Rezept, das fast nicht misslingen kann und euch alle viel glücklicher machen wird.

Zutaten:

  • 1 Pk. getrocknete Kichererbsen
  • 1-2 Sträusschen glatte Petersilie
  • 1 Sträusschen frisches Koriandergrün
  • 5-10 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • gemahlener Kreuzkümmel
  • Paprikapulver
  • Chili-Pulver (oder 1-2 frische Chili-Schoten)
  • Salz
  • 1 EL Backpulver
  • 100-200g Bulgur
  • 4 EL Weizenmehl
  • eine Küchenmaschine
  • viel Pflanzenfett

Und so geht’s:

Zunächst nehmt ihr euch ein bis zwei Tage vor dem Falafelessen Zeit, um die Kichererbsen zu kaufen, denn die Kichererbsen müssen mit viel Wasser bedeckt 8-12 Stunden eingeweicht werden. Es ist unabdingbar, dass ihr getrocknete Kichererbsen benutzt, mit Dosenerbsen klappt das ganze nicht (versucht es erst gar nicht !).  Wenn die Kichererbsen etwas weicher geworden sind und ihre Größe ungefähr verdoppelt haben, sind sie bereit für die Weiterverarbeitung. Nun wascht ihr das Grünzeug und zerhackt es grob, schneidet die Zwiebel in grobe Stücke und schält den Knoblauch. Dann vermischt ihr alles in einer Schüssel und füllt das Gemisch in die Küchenmaschine mit Messer-Aufsatz. Am besten klappt das, wenn ihr nicht das ganze Gemisch auf einmal in die Küchenmaschine tut, sondern nur so viele, dass noch ein bisschen Platz ist. Jetzt schreddert ihr die Mischung so lange, bis alles schön grün und ungefähr so grob wie Bulgur zerkleinert ist. Wenn ihr die gesamte Mischung so behandelt habt, mischt ihr die Chose nochmal durch. Jetzt fügt ihr die Gewürze hinzu, ganz nach Geschmack, aber zumindest muss viel Kreuzkümmel in dem Teig sein. Außerdem mischt ihr etwa 4 El Weizenmehl und den (?) gequollenen Bulgur unter, gefolgt von dem Backpulver. Zuletzt schmeckt ihr den Teig mit Salz ab (ist eklig im rohen Zustand, deshalb nur sehr wenig probieren !). Der Teig muss schön locker sein, nicht wie ein Brotteig, sonder eher krümelig und intensiv nach Knoblauch, Kreuzkümmel und Petersilie riechen. Der Teig sollte dann noch etwa eine Stunde ruhen.

Um den Teig schließlich in fertige Falafel zu verwandeln, braucht ihr viel Öl, so dass die Falafel viel Platz zum schwimmen haben. Am besten benutzt ihr eine Fritteuse. Das Fett erhitzt ihr auf 180-190°C und formt Kugeln mit den Händen, die etwa einen Durchmesser von 3cm haben, oder formt die Falafel mit zwei Esslöffeln eierförmig. Die Bällchen oder “Eier” müssen im sprudelnden Fett frittiert werden, bis sie aussen schön dunkelbraun und von innen saftig grün sind. Macht zunächst eine Test-Falafel und falls diese auseinanderfällt, gebt mehr Bulgur und Mehl in die Mischung. Serviert und esst sie am besten sofort und mit Salz- oder Gewürzgurken, Sesamsoße, Humus, Salat und dem berühmten “Leuchtkraut”, in Fladenbrot, Dürüm oder auf Reis, Linsen oder Couscous.

 

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